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Juli 2009
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SocialCert qualifiziert 12 Leadauditoren der Fachstellen Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA/Heimaufsicht) Ziele Die FQA Bayern qualifiziert 12 Mitarbeitern zu Lead-Auditoren
Die 12 Lead-Auditoren werden in 6 Teams á 2 Personen aufgeteilt Reflektionsworkshops Zu den Qualitätsmanagementaudits werden Reflexionsgespräche in Form von Workshops durchgeführt
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| Februar 2010 |
Was eine Katze mit Qualität zu tun hat !?!Es gibt eine alte Geschichte, die aus Indien kommen soll In einem Kloster lebte ein alter Meister, der jeden Tag seine Andacht hielt Bald gab es im Kloster die Position des Katzenbetreuers und die des Katzenzeremonienmeisters Prüfer des staatlichen Gesundheitsamtes prüften nun die Hygiene an den Katzenanbindestellen, die Funktionsfähigkeit der Meßgeräte und die detailgerechte Umsetzung des Standards für die Herstellung von Katzenhalsbändern Wenig später veröffentlichte die ISO die Norm DIN EN ISO 17017, die die Katzenaufzucht regelt, Anforderungen an die Kompetenz der Katzenbetreuer festlegt, den Prozess der Katzenbestattung als dokumentiertes Verfahren fordert und Zulassungsbedingungen für Konformitätsbestätigungsstellen aufstellt Menschen, die erschienen und darauf hinwiesen, dass man zur Andacht eigentlich keine Katze braucht, wurden des Klosters verwiesen und (mund-)tot geschwiegen Quelle für den Anfang: http://www.perspektive-mittelstand.de |
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Zehn Thesen zu einer zeitgemäßen Prüfkultur Von Dr |
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I Offenheit des eigenen Handelns Prüfen ist ein offener Prozess, er fördert die Offenlegung des Vorgehens seitens der Prüfer wie die Offenlegung der Realsituationen in den Einrichtungen Durch die Offenheit des Handelns können Einrichtungsprüfungen nicht mehr strategisch durch Vorbereitung bestanden werden – es wird die jeweilige Lebenssituation wahrgenommen und beurteilt wie sie ist – und nicht das Schaulaufen Die Offenheit des eigenen Handelns im Prüfen entspricht systemisch der Offenheit in den Kernprozessen Pflegen und Begleiten II Dynamische Urteilsbildung Die Urteilsbildung ist ein dem Leben angemessener dynamischer Prozess Dies vermeidet pauschalisierendes Abarbeiten vorgefertigter Fragen, eingeschränkte Erfassungsmöglichkeiten und abstrahierendes gehaltloses quantitatives Zusammenfassen Eine dynamische Urteilsbildung gewährleistet ein einrichtungsspezifisch-individuelles Herangehen des Prüfers und geschieht über ein analysierendes, sich nach und nach erschließendes Verständnis der vorgefundenen Ziele, Einstellungen, Handlungsweisen und Abläufe innerhalb der Einrichtungskultur III Kulturwissenschaftliche Methode Die Prüfung läuft nach kulturwissenschaftlichen Methoden ab Der Einrichtung muss nicht von außen erklärt werden, was gute Pflege, gute Begleitung ist Die kulturwissenschaftlichen Methode fördert Individualität in zweifacher Hinsicht: Im Blick auf die Würde sowie die Interessen und Bedürfnisse der Bewohnerin und des Bewohners wie auch die Gewährleistung von Freiraum für die Entwicklung einer individuellen Einrichtungskultur IV Wahrnehmungsgeleitete Erschließung Die Validität des Prüfansatzes ist gewährleistet durch eine saubere Wahrnehmung von Lebenssituationen, die auch die Bewohnerin und der Bewohner erleben Vermieden wird, die Wirklichkeit in der Dokumentation, der Landkarte zu finden, welche meist nur ein mageres oder Tatsachen vorspiegelndes Abbild des realen Lebens liefert Ein wahrnehmungsgeleitetes Erschließen bedeutet, dass konkrete/wirkliche Lebenssituationen der Bewohnerinnen und Bewohner mit allen Sinnen herausgefunden werden V Selbstverantwortlicher Ansatz Jeder Bürger ist als erwachsener Mensch für sich und sein Leben selbst verantwortlich Damit geht es nicht um Besserwissen, Macht oder für die Einrichtung unpassende Forderungen Der selbstverantwortliche Ansatz gefördert den Freiraum für individuelle und verantwortungsvolle Einrichtungsentwicklung, für „Selbständigkeit“ und unterstützt eine breite und vielfältige Einrichtungslandschaft VI Qualitätsentwicklung Ein zeitgemäßes Prüfsystem ist lernorientiert Das bedeutet, die Augenhöhe erwachsenen Prüfens und Spiegelns wird respektiert, der Fremdblick als bereichernd und Mut machend für individuelle Entwicklungen erlebt, Angst und unsinniger externer Druck werden entbehrlich Basis für Qualitätsentwicklung sind Spiegelungen der Einrichtungskultur bezüglich deren Erfüllung bzw VII Prüfung als entscheidende Situation Sich jährlich wiederholende zeitgemäße Prüfungen haben den Charakter einer entscheidenden Situation Das bedeutet, auf Angst und Anpassungsverhalten vor, während und nach den Prüfungssituationen kann verzichtet werden, verstecken, inszenieren und strategisches Prüfungsbestehen verlieren ihre Bedeutung Werden Prüfungen als entscheidende Situationen gestaltet, tragen diese zu neuen Wahrnehmungen und Erkenntnissen bei VIII Situationen lebendiger Entwicklung Der Prüfansatz der SocialCert erschließt sich über das Wahrnehmen lebendiger Alltagssituationen des Lebens der Bewohnerinnen und Bewohner Das Leben findet nicht in der Dokumentation statt Im Erleben tatsächlicher Lebenssituationen zeigt sich unmittelbar und real, wie die Einrichtung und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Umfeldgestaltung, Fachkompetenz und individuelle Fähigkeiten Bewohnerinnen und Bewohnern begegnen und zu deren Lebensqualität beigetragen IX Qualitativer Ansatz Wenn es um Qualitätsentwicklung in der Alten- und Behindertenhilfe geht, muss der Prüfansatz selbst ein qualitativer sein Das bedeutet: Es geht nicht um Quantitäten wie Noten, die das Leben auf das Abstrakte und Berechenbare reduzieren Der qualitative Ansatz bedeutet, dass es die konkrete Lebensgestaltung und dessen Qualität zu erfassen gilt X Transparenz Transparenz über das Qualitätsniveau von Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe herzustellen ist nicht allein Aufgabe der Prüfenden Quantitative Notensysteme hingegen abstrahieren von Qualitäten, nivellieren durch Vergleich nicht vergleichbarer Lebenssituationen, schließen das Erfassen von Lebens- und Beziehungsqualität aus Qualitative Berichterstattung sorgt durch individuelles Darstellen von tatsächlichen erlebten Situationen (einschließlich dem Erfassen von Lebens- und Beziehungsqualität) sowie das Gegenüberstellen von Sachständen in Einrichtungen für Transparenz © SocialCert-GmbH 2010
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